Lebenssinn - Die Suche nach mir selbst!

Lebenssinn finden

Ich war mit dreißig Jahren, mit Leib und Seele Mutter von zwei kleinen Jungen und hatte gerade kurz zuvor mein drittes Kind geboren, um zu lernen es gleich wieder loszulassen. Denn meine erste Tochter lebte nach der Geburt nur 25 Minuten...

Doch die neun Monate im Bauch, lehrte sie mich den tieferen Sinn der Selbstliebe, was schon seit sehr langer Zeit ein tiefer Wunsch in meinem Leben war. Wir schrieben das Jahr 1995 und meine Tochter brachte in neun Monaten Schwangerschaft, genauso wie ihre zwei älteren Brüder vorher, viel in mir in Bewegung.

Unter anderem erweckte sie in mir den Wunsch, meine Lebensaufgabe, meinen Lebenssinn zu finden.

Ich durfte lernen mich und mein Leben mit ganz neuen Augen zu betrachten. Durfte meine Kindheit, meine frühe Vergangenheit und meine Gegenwart anschauen, um mich und mein Wesen neu erfassen zu lernen. Ich wollte neue Wege gehen, um meinen eigentlichen Lebenssinn herauszufinden, was aber in meiner bis dahin bestehenden Ehe nicht möglich war.

In dieser Zeit lernte ich Frank, meinen jetzigen Mann kennen, mit dem ich gemeinsam diesen Sich-Leben Blog führe.

Mit 13 Jahren entdeckte ich, dass mir die Liebe zu mir selbst fehlte und mir wurde zu der Zeit bewusst, dass ich vieles in meinem Leben gar nicht genießen und umsetzen kann, wenn diese nicht vorhanden ist. Schlimmer noch, mir wurde auch bewusst, dass ich ein liebloses Leben führen werde, wenn es weiterhin so bleibt.

Genau in dieser Zeit wuchs in mir der Wunsch, mich selbst lieben zu lernen und den Grund zu finden, warum ich so wenig Liebe für mich hatte und noch viele Jahre für mich haben sollte. Es wurde durch diese Erkenntnis in mir etwas sehr wertvolles geboren. Ich wollte meinen Lebenssinn finden!

Die Suche nach meinem Lebenssinn erweckte in mir den Wunsch, mich leben zu wollen.

Denn ich war bis zu diesem Zeitpunkt sehr in mich gekehrt und hatte vor allem im Leben angst. Hatte eine starke Rechtschreibschwäche, war grau wie eine Maus und fühlte mich richtig hässlich. Ich hatte das Gefühl vollkommen untalentiert und zu nichts nütze zu sein. Irgendwie fühlte ich mich immer fehl am Platze.

Der Sinn des Lebens

Ich wollte leben!

Mich ich annehmen lernen mit dem was ich bin und von da an gab es immer mehr Momente und Menschen die mich aus der Reserve lockten. So z.B., wenn es um die Natur und um Tiere ging. Diese liebte ich sehr, da sie mir immer Liebe schenkten, mir viel erzählten und mir immer zuhörten, wenn ich ihnen wieder in Tränen aufgelöst mein Leid klagte.

Naturwissenschaften weckten alle Lebensgeister in mir und zauberten ein Leuchten in mein Gesicht. Chemie und Physik begeisterten mich und schenkten mir einen kleinen Einblick in das Universum.

Genauso auch Erdkunde und Geschichte. Sie gaben meiner Fantasie, von der hatte ich mehr als genug, ein weites räumliches und zeitliches Vorstellungvermögen.

Und Musik gehört zu meinem Lebenssinn!

Diese liebte ich auch sehr, sie bewegte mich innerlich und heilte vieles, was innerhalb meines kurzen Lebens kaputt gegangen war. Ich lernte in der örtlichen Kirchengemeinde singen und Flöte spielen von einer älteren Dame die mit Begeisterung lehrte. Diese alte Dame schenkte mir viele Stunden ihrer Zeit, um mir zu helfen lebendig zu werden. Um mir zu helfen mich mit meinen Talenten zu leben.

Aber auch Lehrer gab es eine ganze Menge, die sich immer wieder für mich einsetzen. All diese Leute halfen mit, meinen neu gewundenen Lebenssinn umzusetzen.

In meiner Lehre wurde ich auf ganz besondere Weise auf mich selbst geworfen. Ich durfte in den letzten Jahren meiner Schulzeit viele schöne Erfahrungen machen, die mir eine gewisse innere Sicherheit schenkten und all das wurde in der Lehre geprüft.

Ich hatte zwei Chefinnen und die Ältere von den beiden war in meiner ganzen Lehrzeit, eine starke Begleiterin an meiner Seite. Die mit mir durch all meine Widerstände und Ängste gegangen ist. Denn es trat durch den Beginn meiner Lehre, eine neue große Angst zum Vorschein.

Die Angst vor Erwachsenen und ganz besonders vor Männern. Besonders vor denen die groß waren, stand ich so manches Mal wie gelähmt und wusste nicht mehr wohin mit mir. Meine Chefin fing an mir komische Fragen zu stellen.

Ob bei mir zu Hause alles in Ordnung sei?

Viele weitere folgten und ich schaute sie jedesmal verständnislos an. Erst viele Jahre später sollte ich erfahren, warum ich mit solchen Ängste zu tun hatte. Durch meine Berufswahl durfte ein neuer Lebenssinn durfte gefunden werden.

In meinem Berufsleben beinhaltete mein Lebenssinn, meine Mitmenschen zu studieren und immer wieder neue Wege zu finden, meinen Kunden zu helfen, wieder Freude am Leben zu haben. Dazu gehörte, ihnen körperliche und seelische Schmerzen zu erleichtern und ihnen dabei zu helfen ihre eigene Schönheit zu finden.

Ich lernte versteckte Fähigkeiten, wie das Hellsehen, Hellhören und Hellfühlen in mir zu schulen und ich setzte, ohne es zu wissen über meine Hände Heilkräfte ein.

Man lernt immer auch für sich selbst und seinen Lebenssinn

All das was ich für meine Kunden lernte, lernte ich auch für mich. Denn ich setzte alles für mich selbst um, damit ich mich immer wohler im Leben fühlen durfte. Doch auf der anderen Seite, entwickelte sich auch eine Seite in mir, die sehr ungesund war.

Dadurch dass ich mich in meinem Berufsleben durchsetzen musste, aber nicht alle Ängste abbauen konnte, entwickelte ich sehr arrogante Züge, mit denen ich, wenn ich sie lebte, so manchen ziemlich vor den Kopf stieß.

Mit einundzwanzig Jahren, ein halbes Jahr nach meiner Ausbildung, wurde ich genötigt die Führung eines Herrensalons zu übernehmen.

Und nachdem ich meine Widerstände überwunden hatte, setzte ich diese Aufgabe mit Erfolg um. Ich hatte viele lebendige Diskussionen mit meinen Kunden, viel Spaß und auch Schabernack blieb nicht aus. Diese Zeit habe ich sehr genossen. Eines Tages erwachte in mir der Wunsch, Lehrlinge ausbilden zu wollen, was ich zu dem Zeitpunkt schon umsetzte. Doch ich war noch so unerfahren und wollte viel mehr über Menschenführung lernen. Ein neuer Lebenssinn wollte gefunden werden.

Im alter von 24 Jahren machte ich meinen Friseurmeister in dem Bewusstsein, ausbilden zu wollen. Ich besuchte die Meisterschule in dem Vertrauen, das ich auf ihr einiges darüber lernen würde.

Auf ihr habe ich eine ganze Menge gelernt, doch über die Führung von jungen Menschen nur wenig, bis gar nichts.

Erforsche Deinen Lebenssinn - es lohnt sich!

Von da an suchte ich mir immer wieder neue Wege, um an mein gewünschtes Ziel heranzukommen. Menschenführung lernen war mein damaliger Wunsch und ich erfasste schon sehr früh, dass ich dafür eine Menge mehr Wissen brauchte, als mir über Ausbildung und Studium zur Verfügung stand. Ich spürte tief in mir, wie eine nicht weg zu wischende Gewissheit, dass mein weiterer Lebensweg auf jeden Fall die Menschenführung beinhaltet.

Lebenssinne aktivieren

Nach der Meisterschule durfte ich wieder einen neuen Lebenssinn finden und der ergab sich durch einen Garten, mit Haus und Kindern. Nun kann man sich fragen, was das für einen Lebenssinn ergibt, ganz besonders in einer Zeit wo Hausfrau und Mutter sein, immer mehr in den Hintergrund rückt?

Es ergab für mich damals und auch heute einen sehr großen Sinn. Ich wollte wieder mehr mit der Natur zu tun haben und auf dem Land mit Garten, konnte ich dem nachgehen. Und ich wollte wieder weicher werden und dafür haben die Kinder gesorgt.

Ich habe sehr viel als Hausfrau und Mutter gelernt. Dinge die mir das Berufsleben hätte nie bieten können. Ganz besonders viel hat mich diese Zeit über mich selbst gelehrt, was unmittelbar mit der Menschenführung verknüpft ist.

Seit 1995 ist eine ganze Menge Zeit vergangen. Frank und ich haben geheiratet und haben drei Kinder bekommen. Haben diesen Blog gegründet und vieles mehr ist in dieser Zeit geschehen. Ich bin wie damals, mit Leib und Seele Mutter und Hausfrau, was immer ein Teil meiner Lebensaufgabe, meines Lebenssinns bleiben wird. Unsere Kinder haben mich immer wieder dazu bewegt, mir immer tiefer meine Kindheit anzuschauen.

Erinnerungen können heilen helfen.

Es sind viele Erinnerungen verschüttet gewesen. Gerade in den letzten Jahren hat sich sehr viel Erschreckendes aufgetan. Furchtbare Dinge die ich nie für möglich gehalten hätte. Und das nur, weil das Verhalten unserer Kinder mich genötigt hat, tiefer in meine Kindheit zu schauen. Dadurch habe ich herausgefunden, warum ich mit 13 Jahren keine Liebe für mich empfand. Warum ich mich immer so versteckt habe und warum ich mich hässlich fand.

Gerade in den letzten Jahren, die wohl mit die schlimmsten meines Lebens waren, habe ich auf wundersame Weise erfahren dürfen, dass wirklich alles im Leben heil werden darf, wenn man es mit seinem ganzen SEIN wünscht.

Diese Jahre haben mir immer klarer meine Lebensaufgabe, meinen Lebenssinn aufgezeigt.

Alles was ich in meinem Leben erfahren und erlebt habe, ergibt im Nachhinein einen Sinn.

Alles Gute und vielleicht auch gerade das Schreckliche, hat eine herausragende Aufgabe in meinem Leben gehabt.

Gerade deswegen bin ich in der Lage den Blog mit so vielen helfenden und heilenden Texten zu füllen. Gerade deswegen kann ich immer wieder aufzeigen, wie man den Weg zu sich selbst findet und wie man trotz aller Widrigkeiten, Spaß am Leben haben kann.

Gerade wegen meines unglaublichen Lebenstheaters, kann ich immer wieder neue Wege aufzeigen, wie man seinen Lebenssinn findet.

Alles Liebe
Anita Vejvoda

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Christiane

Liebe Anita und lieber Frank!

Durch Zufall (wenn es den überhaupt gibt ;-)) bin ich auf Eurer Seite gelandet…. und habe mir auch die Motivationsbriefe zuschicken lassen – zu einer Zeit, als es mir wirklich nicht gut ging! Es war und ist immer wieder schön Eure Texte zu lesen! Vielen, vielen Dank dafür! Man merkt so richtig, dass es von Herzen kommt!!
Macht weiter so und alles Liebe für Euch beiden!
Christiane

Reply
    Anita

    Liebe Christiane,

    ein Dankeschön auch an Dich für Dein Kommentar!

    Wir wünsche Dir auch weiterhin alles Gute.:-)

    Alles Liebe
    Frank und Anita Vejvoda

    Reply
Gabriela

Hallo Anja!

Ich habe vor einigen Monaten eure Motivationsbriefe „Lerne dich selbst zu lieben “ bekommen. Habe sie mir zuerst nur ausgedruckt und durchgelesen. Hat aber nicht viel gebracht. Dann habe ich sie mir auf mein Handy gesprochen und höre sie mir mit Kopfhörer einmal in der Woche an. Und wirklich sie helfen und wirken. In manchen Bereichen merke ich das was voran geht.
Und dein Blog über Lebensinn, ich habe mich in manchen Abschnitten selber gefunden. Schwere Kindheit, graue Maus, kein Selbstvertrauen. Aber mit Anfang 40 habe ich angefangen mich zu verändern, Gesprächstherapie, andere Sichtweisen, Esotherik, und jetzt mit Mitte 40 bin ich auf einem guten Weg diese junge Frau zu werden die ich all die Jahre in meiner nicht glückliche Ehe und Kindheit nicht wahr. Und es tut so gut angenommen zu werden wie man ist.
Ich hoffe ich bekomme weiterhin eure Emails denn sie tun gut und sind immer wieder hilfreich.

Liebe Grüße aus Salzburg, Österreich von Gabriela

Reply
    Anita

    Liebe Gabriela,

    wir senden ein herzliches Dankeschön und liebe Grüße wieder aus Deutschland zu Dir nach Salzburg zurück.

    Uns freut es zu hören, das über Audios, die Motivations-Briefe noch wirksamer sind. Wir sind nämlich schon seit einer Weile am überlegen, wie wir das umsetzen können. Das wird uns anspornen, es schon bald zu verwirklichen.

    So lange Du in unserer Liste bist, wirst Du unsere Mails weiterhin bekommen 🙂

    Alles Liebe für Dich und weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg!
    Frank und Anita Vejvoda

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